Tage für Verliebte

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"Kostenlose Umarmungen"


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Danke für den Hinweis Dagmar.

Passend zum obigen Film eine "Geschichte zum Gesundwerden"

... Vor langer Zeit lebten einmal zwei glückliche Kinder, Klaus und Luci, mit Ihren beiden Eltern Franz und Anna.

In jenen Tagen wurden jedem Kind bei der Geburt ein kleiner, warmer Schmusesack mitgegeben. Und jeder, der in diesen Sack hineinlangte, konnte einen warmen Schmuser herausholen. Die Nachfrage nach warmen Schmusern war sehr groß, weil derjenige, der einen warmen Schmuser geschenkt bekam, sich am ganzen Körper warm und liebkost fühlte. Menschen, die nicht regelmäßig warme Schmuser bekamen, holten sich leicht eine Krankheit im Rücken, die zur Verschrumpelung und dann zum Tode führte.

In jenen Tagen war es sehr leicht, warme Schmuser geschenkt zu
bekommen. Jedesmal, wenn sich jemand nach einem Schmuser sehnte, konnte er zu jemanden hingehen und sagen: „Ich hätte gern einen warmen Schmuser.“ Der andere griff dann in seinen Schmusesack und zog einen Schmuser heraus, so groß wie eine Kinderhand. Sobald dieser Schmuser das Tageslicht erblickte, lächelte er und wurde groß und flauschig. Man legte ihn dann an die Schultern, auf den Kopf und in den Schoß und er verströmte überall ein gutes Gefühl. Die Menschen erhielten oft warme Schmuser voneinander und keiner kam zu kurz. Deshalb waren alle glücklich und fühlten sich die meiste Zeit liebkost.

Eines Tages ärgerte sich eine böse Hexe darüber, daß alle so glücklich waren und niemand ihre Zaubermittel kaufen wollte. Die Hexe war hinterlistig und entwarf einen gemeinen Plan. Eines wunderschönen Morgens kroch sie zu Franz und flüsterte ihm ins Ohr: „Franz, schau dir nur all die warmen Schmuser an, die Anna den Kindern gibt ! Wenn Sie dies so weiter macht, wird sie irgendwann keine mehr für Dich übrig haben!“ „Meinst Du, daß nicht immer ein warmer Schmuser in unserem Schmusesack ist?“ fragte Franz erstaunt, und die Hexe sagte heimlich grinsend: „Keineswegs- und wenn sie alle weg sind, gibt es keine mehr.“ Mit diesen Worten entschwand sie auf ihrem Besen und man hörte sie noch lange hässlich kichern ...

Franz wurde besorgt und traurig weil er Anna`s warme Schmuser sehr gerne mochte und sie nicht verlieren wollte.
Er fand es plötzlich nicht mehr richtig, daß Anna ihre warmen Schmuser an die Kinder und an andere Leute verteilte. Und weil Anna ihn gern hatte, reservierte sie die warmen Schmuser für ihn.
Auch die Kinder wurden bald sehr vorsichtig. Sie beobachteten ihre Eltern sehr genau, und wenn sie das Gefühl hatten, daß sie anderen zu viele Schmuser gaben, fingen sie an, sich zu beschweren. Auch bekamen sie allmählich Angst, daß sie selbst zu viele warme Schmuser vergeben könnten, und sie wurden immer geiziger.

Schon bald bemerkten die Menschen den Mangel an warmen Schmusern, und sie fühlten sich immer weniger warm und liebkost. Sie fingen an zusammenzuschrumpfen und manchmal starben sie sogar aus Mangel an warmen Schmusern. Immer häufiger gingen die Menschen zu der Hexe und kauften ihre verschiedenen Mittelchen, obgleich sie nicht zu wirken schienen. Die böse Hexe, die all dies gesehen hatte, wollte nicht wirklich, daß die Menschen sterben, weil Tote ja keine Zaubermittel kaufen. Deshalb entwickelte sie einen neuen Plan:
Sie gab jedem einen Sack der dem Schmusesack sehr ähnlich sah, nur daß er kalt war. Im Sack der Hexe waren kalte Fröstler. Diese kalten Fröstler gaben den Menschen kein warmes und liebkosendes Gefühl, sondern hinterließen fröstelnde Kälte unter den Menschen. Aber sie vermieden eine Verschrumpelung des Rückens. Von jetzt an sagten die Leute jedesmal, wenn jemand einen warmen Schmuser haben wollte:
Ich kann Dir keinen warmen Schmuser geben – aber Du kannst einen kalten Fröstler haben. Denn sie bangten um ihren Vorrat an warmen Schmusern.
Manchmal geschah es, daß zwei Menschen aufeinander zugingen und beide dachten, sie bekämen warme Schmuser. Doch einer von beiden überlegte es sich dann doch und schließlich gaben sie sich doch nur kalte Fröstler.
Die Folge war, daß nur noch wenige Leute starben. Aber sehr viele Menschen waren unglücklich und fühlten sich kalt und fröstelnd. Die warmen Schmuser, die vorher selbstverständlich wie Luft gewesen waren, wurden außerordentlich selten und wertvoll.

Bevor die Hexe aufgetaucht war, waren oft viele Leute in kleinen Gruppen zusammengekommen und hatten sich nie darum gekümmert, wer wem warme Schmuser gab. Aber seit dem Erscheinen der Hexe schlossen sich die Menschen nur noch zu Paaren zusammen und reservierten so alle warmen Schmuser ausschließlich füreinander. Vergaß man sich einmal und gab jemand anderen einen warmen Schmuser, bekam man ein schlechtes Gewissen.

Und es geschah noch etwas: Die Leute sammelten kalte Fröstler, die ja umsonst in unbegrenzter Menge zu haben waren, machten diese warm und flauschig und gaben sie dann als warme Schmuser aus. Diese scheinbar warmen Schmuser waren in Wirklichkeit Plastikschmuser und verwirrten die Leute sehr.

Vor gar nicht allzu langer Zeit, geschah jedoch etwas Unerwartetes. Eine Frau, die noch nichts von der bösen Hexe gehört hatte, kam in dieses unglückliche Land. Sie sorgte sich nicht darum, daß sie einmal keine Schmuser mehr haben könnte, sondern verteilte sie freigiebig und sogar ohne gebeten zu werden. Man nannte sie Zigeunerin und die Leute waren über sie verärgert, setzte sie doch den Kindern die Idee in den Kopf, daß man sich um warme Schmuser nicht zu sorgen brauchte. Die Kinder mochten sei sehr gern, denn sie fühlten sich wohl in ihrer Nähe und begannen wieder, warme Schmuser zu verteilen, wann immer sie Lust dazu hatten.

Manche Erwachsenen wurden immer besorgter und planten ein Gesetz, das die Kinder davor schützen sollte, ihren Vorrat an warmen Schmusern zu vergeuden. Dieses Gesetz sollte das verschwenderische Verschenken warmer Schmuser ohne Genehmigung verhindern.

Zur Zeit ist noch nicht sicher, ob sich die Erwachsenen durchsetzen oder ob sie sich den Kindern und der Zigeunerin anschließen werden.

Der Autor ist mir leider nicht bekannt. Eine ähnliche Geschichte, auch mit unbekanntem Verfasser, lautet "Die kleinen Leute von Swabedoo". Danke für den Hinweis Doris.

Liebesschlösser auf Kölner Rheinbrücke

Liebespaare gestalten ein Vorhängeschloss nach ihren Wünschen und bringen es auf der Hohenzollernbrücke in Köln an. Die Schlüssel werden in den Rhein geworfen, damit niemand mehr diese Liebe trennen kann.
Danke für die Erinnerung Janne.